Thursday, 22. january 2009
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06:06
Gleich mein erster Diättag endete in einem Desaster. Abends kriegte ich auf einmal einen absoluten Fressflesh. Da bin ich glatt zur Tanke und habe mir 1 Tüte Haribo geholt. Letztendlich habe ich
den Tag mit 30 % über meinem Tagesbedarf abgeschlossen und war recht unglücklich. Habe dann beim Tagebuchschreiben überlegt, wieso ich mich immer selber ausbremse und da immer die Gefühle von
Mangel sind. Bin dann darauf gekommen, dass es mit meiner Geschichte zu tun hat. Ich nähere mich nun dem Gewicht, mit dem ich Ehemann Nr. 2 kennen gelernt habe. Wir sind mittlerweile geschieden,
ich bin neu verheiratet und Nr. 2 und ich haben ein freundschaftliches Verhältnis zueinander. Ich glaube das mir der nächste Abnahmeschritt so schwer fällt hat damit zu tun. Mit Charlie habe ich
sehr traumatische Erlebnisse gehabt. Auch was das Übergewicht betraf. So hat er mir zum Beispiel nie Unterstützung gegeben wenn ich abnehmen wollte. Im Gegenteil er hat dann immer massig Sweeties
angeschleppt und mich ausgebremst. Dann sind in der Ehe noch so einige andere Sachen vorgefallen, die ich immer noch nicht ganz verwunden habe. In der Ehe habe ich mehr als jemals zuvor und danach
meinen Kummer und meine Wut mit Essen erstickt. Das will ich nicht wieder. Also gilt es einen Weg zu finden, meine Gefühle zu äußern ohne in Raserei zu verfallen.
Wie ich schon schrieb habe ich bereits bei den ersten
30 kg Gewichtsverlust gemerkt wie viel Leid und wie viel Tränen in dem Fett steckt. Ich denke da sitzt meine Angst, dass alles
was in der Zeit passiert ist noch mal hochkommt und das mein relativ entspanntes Verhältnis zu Charlie ins Wanken gerät. Das unsere Freundschaft sehr fragil ist und nur mit Distanz und dem
Aussparren gewisser Themen funktioniert ist mir bewusst. Aber genau diese Themen werden hochkommen.
Nachdem ich mir das bewusst gemacht hatte. Konnte ich den gestrigen Tag ganz entspannt angehen. Wir waren abends, von bewussten Exmann, zum Essen in ein Restaurant eingeladen und ich konnte mich an
meine Planung halten. Ich hatte tagsüber viel Obst gegessen und hatte so gut Kalorien zur Verfügung. Da war sogar Platz für ein Dessert.
Als ich vorgestern abend die Haribos in mich stopfte fühlte ich mich schlecht und wusste das ich da auf falsches Art ein destruktives Muster bediente, gestern Abend konnte ich jeden Bissen
geniessen und fühlte mich wohl und entspannt. Nach dem Besuch im Club 68 haben wir dann noch einen langen Spaziergang durch den Park gemacht und ich habe wundervoll geschlafen, bis um
05:00.
von Karin Braun
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veröffentlicht in: Allgemeines
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